(Übersetzt von Georges Mathgen, LX1BB)
Philosophie und Aufbau.
SATEDU verfolgt
mehrere Ziele.
Das Erste
ist bildender Natur, da ein Grossteil der Studien, vor allem was
die Struktur anbetrifft, nur durch Zusammenlegen von genügend
Kompetenzen und Zeit zufriedenstellend durchgeführt werden
kann.
Das Zweite
ist die Vorgabe eines relativ einfach zu erreichenden Ziels.
Das Dritte
ist der Zwang zu nicht allzu schwierigen Konzepten welche von
Modul zu Modul betreut und überwacht werden können.
Das Vierte
ist eine auf eine möglichst grosse Anzahl von Trägerraketen
passende Struktur, die gleichzeitig einen gewissen " Komfort "
für die geflogene Elektronik auf allen niedrigen Umlaufbahnen
zwischen 400 und 1000 km Höhe ermöglicht.
Das Fünfte
ist eine leichte Kontaktaufnahme zu den Bodenstationen (" Easy
Sat"), sowohl was die Radioverbindungen als auch die aus
Demonstrationsgründen zahlreichen Telemetriedaten anbetrifft.
Das Letzte
ist eine Minimisierung der Anforderungen an die Kommandostationen
durch ein Konzept was dem Satelliten erlaubt sich selbst, automatisch
oder durch das Spiel der Weltraummechanik, aus einer schwierigen
Situation zu befreien. Jedenfalls wird sichergestellt, dass bei
Kontrollverlust eine stabile und von der Nutzlast verwertbare
Konfigurierung zur Verfügung steht um auch noch "die
letzten Krümel" herauszuholen.
Die
Struktur.

Für die
Entwicklung der Struktur und die Durchführung der zu diesem
Projekt benötigten thermischen Berechnungen, wurde das Netz
der POLYMECA Schulen ausgewählt und zwar die CESTI in St.Ouen,
die ENSMA in Poitiers und die ENSMM in Besançon.
Diese Schulen
haben den Vorteil guter Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit
Dritten sowie in zahlreichen, in Kooperation mit der Industrie
durchgeführten Projekten. So war es möglich ein Konzept
zu entwickeln, welches alle notwendigen Voraussetzungen zur Erfüllung
obengenannter Ziele sowie zu deren Realisierung beinhaltet.
Die Struktur
wurde so aufgebaut , dass vertikal übereinander angeordnete
Schubladen Gehäuse gleicher Dimension aufnehmen können.
In diese können Karten vom Format 160*100 mm eingebaut warden.
Die Gehäusewandstärke beträgt 5mm und spielt eine
doppelte Rolle:
- Sie bietet
eine thermische Ableitung in allen Richtungen
- Zusammen
mit den Wänden der Struktur wird eine bedeutsame Verringerung
der Strahlung erreicht.
Die Struktur
besteht aus einem Kubus von 300 mm Seitenlänge. Auf eine
20 mm dicke Sohle aus NIDA stützen sich drei verikale, aus
8mm Alu bestehende
Säulen
an denen die Gehäuse befestigt werden und die gleichzeitig
für eine Wärmeableitung in alle Richtungen sorgen. An
diesen Säulen sind aus Stabilitätsgründen vier
Verstrebungen angebracht die auch zum Anbringen der fünf
Solarpanele dienen. Letztere tragen nicht zur Stabilität
der Struktur bei, was die Konzeptionsauflagen verringert.
Auf der Sohle
wird ein für jede Trägerrakete angepasster Adapter befestigt.
Die Struktur
wurde so dimensioniert, dass sie den Qualifikationsnormen für
Ariane 5 mit einem Sicherheitskoeffizienten von zwei entspricht.
Durch seine
thermische Trägheit funktioniert das Ganze in jeder Lage
und jeder Umlaufbahn, „Kalt" (mit Eklipse) oder „Warm"
(ohne Eklipse) und garantiert einen Funktionsspielraum der Elektronik
über einen sehr akzeptablen Temperaturbereich. Letzterer
wurde durch Simulationen bei ENSMA mit THERMICA auf zwischen 0
und 35 Grad Celsius liegend berechnet. Eine der typischen Kurven
befindet sich im Anhang. Sie bezieht sich auf eine TX Frequenz
von 146 MHz bei permanenter Sendung auf einer kalten Umlaufbahn.
Es wurden
drei verschiedene Modellvarianten studiert um eine grösstmögliche
Flexibilität in der Konfigurierung zu haben.
Die ersteVariante
ist die einfachste. Sie wird in den Bildern am Ende des Artikels
dargestellt ( Gesamtansicht und Schnitte). Sie beinhaltet 2*7
identische Gehäuse, schubladenförmig montiert, wobei
die zwei Batterieblöcke an der Unterseite angebracht sind.
Die zweite
Variante enthält einen, die gesamte vorhandene Fläche
einnehmenden Raum im Oberteil. Dieser ist vorgesehen um eine Karte
grosser Dimensionen aufzunehmen oder aber verschiedene Module
die nicht in einem Standardgehäuse untergebracht werden können.
Die letzte
Variante übernimmt den Raum im Oberteil, besitzt aber zusätzlich
einen Hohlraum auf der Zentralsäule, genau auf der Mittelachse,
sehr nahe am Trägheitszentrum. Dieser Raum ist zur Aufnahme
eines aktiven Stabilisationssystems gedacht. Die Zahl der Standardgehäuse
beläuft sich auf 10.
Der modulare
Aufbau der Struktur erlaubt es ebenfalls die einzelnen Gehäuse
so zu verteilen, dass der bestmögliche thermische Kompromiss
erreicht wird.
Die
Antennen.

Diese wurden
schon in einem Artikel im JAF beschrieben.
Folgende Auflagen
sind einzuhalten:
Funktionstechnisch
ist es erforderlich ein gutes Strahlungsdiagramm in allen Fluglagen
und mindestens im 146 MHz respektiv im 435 MHz Band zu erreichen.
Für 2,4 GHz wurde zur Vermeidung von Umschaltungen nur eine
Antenne vorgesehen.
Von der Mechanik
her müssen die Antennen die Montageauflagen der verschiedenen
Trägerraketen berücksichtigen sowie dem aerodynamischen
Druck während der Flugphase, nach dem Abtrennen der Schutzhaube,
standhalten. Dies ist mit einer Patch Antenne leicht zu bewerstelligen,
weniger jedoch mit Antennen grösserer Dimensionen wie die
für 146 MHz.
Nach zahlreichen
Studien wurde folgende Auslegung zurückbehalten:
- 146
MHz: 2 Stabantennen auf der Diagonale der Oberseite. Sie
werden parallel zur Z- Achse montiert und in Phase über
einen Hybridkoppler sowie einer Phasenleitung auf einem Ast
eingespeist. Einer der Kopplereingänge übernimmt
den 146 MHz TX Verkehr, der andere den 146 MHz Telemetrie
TX mit einer Leistung von 100mW. Das Ganze, Stabantennen +
Struktur, verhält sich wie ein Dipol mit einem nur zwei
Tälern aufweisenden Strahlungsdiagramm.
- 435
Mhz: 4 Stabantennen, an den Ecken der Unterseite montiert
und in Quadratur über einen Hybrid sowie Phasenleitungen
gespeist. Jeder der Hybrideingänge ist an einen 435 MHz
Empfänger angeschlossen.Die Stabantennen sind gegenüber
der Struktur angewinkelt was zu einem besseren Diagramm in
der Z+ Achse führt. Das Endergebnis ist eine gute Empfangsqualität
in allen Fluglagen.
- 2,4
GHz: Eine Patchantenne mit 8dBi Gewinn, neben den Trennungsmechanismen
in einer Ecke der Z- Achse montiert.
Diese Auslegung
ergibt in den meisten Fällen die besten Ergebnisse. Sie bietet
vor allem die beste Entkopplung zwishen den 146 MHZ und 435 MHz
Antennen, was
vorteilhaft
für ein gutes Funktionieren der Empfänger ist.
Die Strahlungsdiagramme
wurden in einer vorigen Nummer des JAF Magazins (oder des REF
??) vorgestellt und der Leser wird gebeten sich darauf zu referieren.
Es ist zu
bemerken, dass diese Antennenlösung auch für PCSAT zurückbehalten
wurde.
Die
Stromversorgung.
 
Der primäre
Stromgenerator besteht aus 4 Sonnenzellenpanelen von je 12 Watt
Nominalleistung. Der sekundäre Generator besteht aus 8 Elementen
vom Typ CdNi SAFT VR6 von je 6 Ah. Die Elemente sind in Serie
geschaltet und ergeben eine Spannung von 9,6V.
Die Stromversorgung
speist 3 geregelte Busse: einmal 5V 3A und zweimal 9V 1,3A.
Die Stromversorgung
wurde im Sinne einer Maximierung des Wirkungsgrades ausgelegt.
Sie besitzt
einen Laderegler der automatisch von Nominalladung auf Wartungsladung
unschaltet und die Batteriespannung überwacht.
Eine Temporisierungsschaltung
setzt die Stromversorgung 30 Sekunden nach der Trennung von der
Trägerrakete in Betrieb.
Für den
Fall, dass die Trennung nicht erfasst wird respektiv dass ein
Fehler in der Temporisierungsschaltung auftritt, steht eine Schaltung
zur Verfügung welche anhand einer Lithium Batterie mit kontrollierter
Entladung die Stromversorgung nach ungefähr drei Wochen aktiviert,
so dass deren Starten unter allen Gegebenheiten gewährleistet
ist.
Die durchschnittlich
nutzbare Leistung für die Nutzlast beträgt 6,8W bei
einer heliosynchronen, 500km hohen Umlaufbahn. Diese Leistung
berücksictigt den Ladestrom der Batterie unter der Bedingung,
dass die Nutzlast ihre Nominalleistung permanent verbraucht. Der
typische Wert der Batterieladung wurde mit 50% angenommen. Er
beinhaltet die Effizienz sowohl beim Laden als auch beim Entladen.
Die nachstehende
Formel errechnet die Nutzleistung Put in Abhängigkeit
der zur Verfügung stehenden Leistung Pdis (Solargeneratoren),
der Batterieladeeffizienz n sowie der Illuminationszeit
Zi und der Eklipsen To.
Put = Pdis*n*(Ti/To+Ti*n)
Ein Artikel
von F5DKJ beschreibt die zurückbehaltenen Lösungen.
Folgende Werte
werden gemessen:
- Busspannung
der Solargeneratoren
- Batteriespannung,
Element für Element
- Busstrom
der Solargeneratoren
- Batteriestrom
- 5V Ausgangsspannung
- 9V/1 Ausgangsspannung
- 9V/2 ausgangsspannung
Die
Fluglagenbestimmung
 
Für die
Bestimmung der Fluglage des Satelliten wurden mehrere Systeme
vorgeschlagen. Da die Zwänge relativ klein waren, wurde für
ein einfaches System entschieden welches den Einfluss des solaren
Fluxes auf die Seitenwände misst. Die ausgewählten Sensoren
wurden in einer LAF dieses Jahres beschrieben und F6CGJ bekam
die Aufgabe dieselben herzustellen.
Es gibt einen
Sensor pro Seitenfläche. Man erhält so eine Spannung
die proportional zum Kosinus des Einfallswinkels auf jeder Fläche
ist. Nach Normalisierung werden die erhaltenen Werte direkt zur
Fluglagenbestimmung verwendet, da es sich um die Kosinuswerte
der Geraden zwischen Sonne und dem Satellitenbezugspunkt handelt.
Aus diesen Werten errechnet man dann die Rektaszension und die
Deklination der Rotationsachse sowie die Orientierung des Satelliten
gegenüber der Sonne und der Erde.
Das Ganze
wird durch vibrierende, piezoelektrische Gyrometer von MURATA
vervollständigt welche die Umdrehungsgeschwindigkeit über
die drei Achsen angeben und so den Rotationsvektor im Satellitenbezugspunkt
liefern. Kombiniert ergeben die beiden Anzeigen alle Fluglagenelemente
mit der notwendigen Redundanz.
Die gemessenen
Werte werden über Telemetrie zur Bodenstation gesendet und
in ein Vorhersageprogramm eingegeben wo die gemessenen Werte mit
den Ist-Werten verglichen werden. So kann man die Sensorabweichungen
überwachen und die Koeffizienten anpassen um die geforderte
Genauigkeit zu bewahren.
Die
Fluglagenkontrolle
 
Die drei Strukturtvarianten
enthalten Magnetkoppler. Eine Beschreibung dieses Prinzips wurde
in einem LAF Artikel behandelt.
Die ausgewählte
mechanische Formgebung berücksichtigt die Auflagen für
die Integration, den Verbrauch sowie die zu der innerhalb 30 Minuten
zu erreichenden gewünschten Ausrichtung notwendigen magnetischen
Momentes. Die Validierung dieser Berechnungen ist momentan in
Arbeit.
Es ist nicht
vorgesehen Satedu permanent ausgerichtet zu haben, sondern nur
auf Anfrage hin. Dies trifft vor allem für die Ausrichtung
der 2,4 GHz Antenne zu, aber auch für eine Reorientierung
für den Fall wo die Fluglage die Sonne auf die nicht mit
Sonnenzellen bestückte Z- Achse scheinen liesse. Das Ausrichtmanöver
wird also vor Erreichen dieser Fluglage stattfinden.
Das geomagnetische
Feld ist alles andere als uniform. Aus diesem Grunde benutzt das
vorher genannte Programm ein Modell, welches die Werte der Feldkomponenten
im Satellitenbezugspunkt in Abhängikeit seiner Fluglage und
seiner Position im Orbit errechnet. Hieraus ergeben sich die an
die Magnetkoppler zu erteilenden Kommandos unter Berücksichtigung
folgender Elemente:
- die Position
im Orbit
- die Fluglage
- die Rotationsgeschwindigkeit
und die Ausrichtung der Rotationsachse
- die vorhande
Leistungsreserve
Die nachfolgende
Karte zeigt die Form des geomagnetischen Feldes in 800 km Höhe.
Die Vektoren zeigen die Orientierung der lokalen Horizontalkomponente,
während die Grösse der Quadrate proportional zur Grösse
der Komponente am Nadir ist.

Man kann somit
feststellen, dass jedes Manöver nicht zu jeder Zeit durchgeführt
werden kann. Die Ausrichtungsstrategie muss dementsprechend sowohl
dem auszuführenden Manöver Rechnung tragen um den Abschnitt
der Umlaufbahn zu wählen der dieses Manöver erlaubt,
aber auch die Fluglage des Satelliten vor Beginn desselben berücksichtigen.
Es gibt einen
Magnetkoppler pro Seitenfläche mit Ausnahme der Z- Fläche
die keinen besitzt. Der auf der Z+ Achse angebrachte Koppler muss
deshalb ein doppeltes Magnetmoment haben damit dasselbe Drehmoment
wie bei den anderen erreicht wird.
Die Magnetkoppler
bestehen aus 100 Windungen Kupferdraht in Form eines Quadrates
mit 25 cm Seitenlänge. Der nominale Kommandostrom bträgt
0,7A.
Sie werden
paarweise geschaltet, X+ und X-, Y+ und Y-, Z+.
Die Kommandoeinheit
besteht aus einer MOSFET Transistorbrücke und einer Sicherheits-
und Strom Messschaltung.
Zwecks Validierung
der Berechnungen wurde ein Versuchsaufbau erstellt wobei man festgestellt
hat, dass das geomagnetische Feld seine Rolle korrekt spielt.
(Man wusste dies, aber es war so schön es zu beweisen, HI!
). Folgendes Foto zeigt den Versuchsaufbau.
 
Die Magnetkoppler
wurden nicht in ihrer nominellen Konfigurierung aufgebaut. Dies
stellt jedoch die Validierung der gewünschten Ergebnisse
nicht in Frage. Dieses Experiment ist von den OM’s leicht nachzuvollziehen
und ist ein gutes Vorzeigeobjekt für QRP’s. Der Materialaufwand
ist gering.
200 Meter
0,3 mm emaillierter Kupferdraht, eine 2-3 mm dicke Holzspanplatte,
ein Domino, 2m ganz dünner und flexibler mehradriger Draht
(0,1 mm, z.B. aus Ohrhörer), 3 m Faden zur Aufhängung,
solide genug aber so dünn wie möglich.
Die generierten
Kräfte sind sehr schwach und es ist wichtig, die Reibung
so klein wie möglich zu halten. Die Platte wird an der Decke
befestigt, wobei die Stromzufuhr vertikal nach unten gelegt wird
um parasitäre Drehmomente zu vermindern. Das Ganze wird mit
12V gespeist, die beiden Spulen werden parallel geschaltet. Je
nach Stromrichtung in den Spulen wird sich die Plattenseite nach
dem lokalen magnetischen Norden, Osten oder Westen drehen. Jeder
noch so kleine Luftzug ist zu vermeiden. Mit dem im Foto dargestellten
Aufbau erfolgt die Orientierung 3 Minuten nach Abklingen der Schwingungen.
Aktive
Stabilisierung
 
Auch hier
wird das Prinzip der Stabilisierung nach Bedarf angewandt. Da
die zur Verfügung stehende Leistung begrenzt ist, kann man
es sich nicht erlauben die 2,4 GHz Antenne permanent auf die Erde
gerichtet zu halten. Der Hohlraum im Zentrum des Satelliten kann
drei Reaktionsräder aufnehmen. Diese befinden sich normalerweise
in Ruhestellung und die Ausrichtung wird durch sequenzielles Drehen
jedes der Räder erreicht indem man den Drehwinkel bei konstanter
Geschwindigkeit kontrolliert. Zur Zeit wurde noch kein spezifisches
Konzept zurückbehalten. Die ENSICA hat ein originelles System
entwickelt, welches sich optimal für Nano- und Picosatelliten
eignet. Leider genügte die Zeit nur zum Bau eines Demonstrationsmodells
womit jedoch die Richtigkeit der Hypothesen bewiesen werden konnte.
Auf jeden
Fall wird der Satellit nach dem Abtrennen von der Trägerrakete
mit einem leichten Spin versehen. Die Umdrehungsgeschwindigkeit
wird bei 5 U/min liegen. Dieser Wert genügt, um ein gutes
kinetisches Moment zu erhalten welches kompatibel mit den zur
Ausrichtung notwendigen Drehmomenten ist und gleichzeitig eine
gute Verteilung der thermischen Flüsse auf den Seitenflächen
und in der Struktur sowie eine nicht zu grosse Abweichung der
Rotationsachse sicherstellt.
Die
Nutzlast
 
Die ausgewählten
Funktionen sind folgende:
- FM Transponder
(Easy Sat), 435 MHz Uplink, 146 MHz oder 2,4 GHz Downlink, ein
Uplink und ein Downlink Kanal.
- Lineartransponder:
25KHz Bandbreite, 435 MHz Uplink, 146 MHz oder 2,4 GHz Downlink.
- Kurzmeldungen.
Digipeating von Kurzmeldungen in AFSK V23 Modus oder 9k6 Bd
Downlink auf 146 MHz.
- Telemetrie
allgemein in AFSK V23 1k2 Bd.
- Telemetrie
für Kontrollstationen permanent in 400 Bd BPSK
- Sprachaufzeichnung
und Ausgabe der aufgezeichneten Meldungen auf Anfrage.
Wenigstens
zwei Funktionen sind gleichzeitig aktivierbar.
Der am Lebensende
verbleibende Modus ist der Lineartransponder (welcher auch die
FM sendet) 435 MHz à 146 MHz.
Einer der
Funktionsdiagramme (unter den möglichen Konfigurierungen)
wird am Ende dieses Artikels gezeigt.
Die zwei 435
MHz Empfänger werden über den Eingangs-Antennenkoppler
gespeist. Jeder besitzt einen demodulierten Niederfrequenz Ausgang
sowie einen 10,7 MHz Linearausgang. Der Ausgangspegel beträgt
0 dBM.
Die Telemetrieelemente
sind folgende: Ausgangspegel bei 10,7 MHz, RSSI RX und VCO Spannung.
Es wird ein Doppelsuper mit einer ersten ZF von 50 MHz verwendet.
Der Verbrauch liegt bei weniger als 200 mW pro RX. Sie sind dauernd
unter Strom.
Die Niederfrequenzausgänge
und die 10,7 MHz werden auf eine Umschaltmatrix geleitet welche
ebenfalls die Modems, den 10,7 MHz FM Modulator und die Sprachaufzeichnung
enthält. Je nach gewähltem Modus kommt der 10,7 MHz
Ausgang zu den Sendern entweder von den Empfängern oder von
den FM Modulatoren.
Man kann gleichzeitig
einen 2,4 GHz FM Transponder und einen 146 MHz Lineartransponder
betreiben.
Im Digipeating
Modus ist die Sprachverbindung abgeschaltet.
Auf 146 MHz
ist der normale TX Ausgang mit dem Telemetrie TX zu den Antennen
hin multiplexiert.
Der Ausgangspegel
der FM Modulatoren wird gemessen.
Zur Einstellung
der verschiedenen Konfigurierungen wird eine 8 Bit Karte verwendet.
Der 146 MHz
TX ist ein Einfachsuper. Es wurde Wert auf den Sendewirkungsgrad
und die Stehfestigkeit gelegt. Seine Leistung kann in zwei Schritten
à -3dB verändert werden und beträgt nominal 3
Watt.
Das Ziel,
die dritte Harmonische zu minimisieren ist wichtig, da sie nahe
an den RX Eingangsfrequenzen liegt. Die Antennenentkopplung begünstigt
die Isolation.
Die gemessenen
Werte sind wie folgt:
- OL Pegel
- Ausgangspegel
- Stromverbrauch
(5V und 9V)
- Modultemperatur
Der TX wird
über 4 Bits gesteuert.
Der 2,4 GHz
TX Ausgang ist direkt an die Antenne angeschlossen. Es ist ein
TX mit doppelter Überlagerung (70 MHz auf der 2. ZF) wobei
die zweite Überlagerung mit reduzierter Bandbreite erfolgt
um den Filteraufwand zu verringern und eine grössere Ausgangsleistung
zu erzielen. Der nominale Ausgangspegel an der Antenne beträgt
23 dBm.Wenn man allerdings eine Architektur mit hohem Wirkungsgrad
finden sollte, kann die Ausgangsleistung bis auf 2 Watt angehoben
werden. Der Ausganspegel kann in zwei Schritten à -3dB
geregelt werden.
Die gemessenen
Werte entsprechen denen des 146 MHz TX, jedoch mit zusätzlich
dem OL 2 Niveau.
Dieser TX
wird ebenfalls über 4 Bits gesteuert.
Ein Breitbandeingang
(10 MHz) auf 70MHz ist für den Fall vorgesehen wo der Einbau
eines 1,3 GHz Empfängers möglich wäre. Man könnte
so an Satelliten ATV denken. Allerdings werden die Link Budgets
hohe Anforderungen an den Empfang stellen (D=2,5m bei Empfang
für 2 Watt Sendeleistung am Satelliten).
Die Interfacekarte
für die Struktur beinhaltet folgende Funktionen:
- Magnetkoppler
Kommandos
- Optronische
Sensoren
- Temperatur
der Panele
- Batterietemperatur
- Gyrometer
Messspannung
- Gyrometertemperatur
- Gyrometer
Referenz
- Magnetkopplerstrom
(3, pro Achse)
Die Karte
wird vom Gymnasium „Les Trois Bassins" auf der Réunion,
unter der Leitung von Jean Marie Vacheron gebaut. Jean-Paul, FR5CY
übernimmt den Kontakt und die Koordination mit dem Projektleiter.
Der
Rechner
 
Er wird demnächst
in einem separaten Artikel behandelt.
Die
Verbindung zwischen den Modulen.
 
Es gibt drei
Arten:
- Die Stromversorgung
- Die Kommandos,
durch 4 Bits auf TTL Niveau
- Die Telemetrie,
über einen SPI Bus
Diese Auslegung
minimisiert die Verbindungen und stellt eine gute Zuverlässigkeit
bei niedriger Komplexität der Steuerungen und der Interfaces
sicher. Sie erlaubt auch die Steuerung der einzelnen Module über
den Parallel Port eines Computers während der Labortests.
Bei den Referenzsteuerbefehlen
der Module stehen alle Bits auf Null. Bei einer Panne des Rechners
und somit einem Kontrollverlust des Satelliten, ist die Nutzlast
so konfiguriert, dass der Satellit in einen brauchbaren Modus
schaltet und so bis an sein endgültiges Lebensende benutzt
werden kann.
Schlussfolgerung
(in FAQ Form).
Der Start
????: WENN WIR FERTIG SIND!!!
Womit
????: Ariane 5
Lebensdauer
????: Minimum 3 Jahre, 100 Jahre wenn alles gut geht, HI!
Wer arbeitet
daran????: Niemals genügend Leute!!
Kann ich
mithelfen??? Ja!!! ( Schweiss, Blut und Tränen sind angesagt)
Die Farbfotos
werden demnächst auf der Satedu Homepage zu finden sein.
F1HDD/ON1RG
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